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Teil 2: Die neue Bahnlinie

19. Oktober 2010

Binnen Minuten durch die Alpen

Die Transitachse Gotthard besteht aus einer neuen Bahnlinie von Arth Goldau bis in den Raum Lugano und beinhaltet einen neuen Gotthard-Basistunnel. Dieser bildet das Kernstück der alpenquerenden Flachbahn. Das Nordportal des Gotthard-Basistunnels liegt nördlich von Erstfeld, das Südportal bei Bodio.

Bildquelle: Alp Transit Gotthard AG

Die Länge des Basistunnels beträgt rund 57 km. Zwischenangriffe sind in Amsteg, Sedrun und Faido vorgesehen. Die Baustelle soll 2015 fertig gestellt sein. Mit einer Gesamtlänge von 57km und einem geplantem Zugverkehr von 200km/h wird hier im Schicht-Betrieb ein Vortrieb von 20 bis 40 Meter / Tag erreicht. 2000 Mineure und Ingenieure sind hier im Einsatz. Das stellt hohe logistische Anforderungen an den Materialtransport.

Bildquelle: Alp Transit Gotthard AG


Das Equipment

Auf der Baustelle sorgt eine Diesel – hydraulische Monorail für den Transport von Spritzbetonkübeln, sämtlichem Material für die Felssicherung und die Tunnelbohrmaschine (TBM), von Trägern, Big Bags, Maschinenteilen, Vorlegeschienen sowie Sandcontainern über Zwischengehänge. Die hydraulische Monorail ist ein universelles Transportmittel. Sie ermöglicht einen Transport ohne weiteren Umschlag, eine vom Nachläufer entkoppelte Logistik und durch den Dieselmotor ein vom Netz unabhängiges Transportsystem.

Bildquelle: Alp Transit Gotthard AG

Hier eingesetzt, werden eine SPS-Steuerung und ein Kommunikationsbus CAN sowie das CANopen Protokoll, denn die Ansprüche sind entsprechend hoch.

Gefordert ist:

  • Mechanische Festigkeit bei extremer Schockbelastung
  • Einsatz in tiefen und hohen Temperaturbereichen
  • Direkter Einfluss von Schmutz und Wasser
  • Starke Schwankungen der Versorgungsspannung
  • Hohe elektromagnetische Verträglichkeit
  • E1 Zulassung bei Kraftfahrtbundesamt


Und hier die technischen Daten:

  • Einsatz: ARGE Amsteg (CH)
  • Maschinentyp: Dieselkatze
  • Transportaufgabe: Betonkübel und Stückgüter
  • Antrieb: Diesel hydraulisch
  • Leistung: 110kW
  • Zugkraft: 40kN
  • Geschwindigkeit: 2m/s
  • Steigung: 1%
  • Zuladung: 19t
  • Gesamtgewicht: 32t
  • Steuerung: Funkfernsteuerung
  • Besonderheiten: Transponderanlage, Ferndiagnose

Der Durchbruch ist geschafft!

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Dazu Goldhofer selbst

22. Juni 2010

„Einführung in die Technik

Die stangenlosen Flugzeugschlepper von Goldhofer bilden eine Schleppergeneration, die zusammen mit Anwendern für Anwender unter den wesentlichen Gesichtspunkten wie

* Logistik
* Wirtschaftlichkeit
* Sicherheit
* und Ökologie

entwickelt wurden.“

Da muss jedes Element seinen Beitrag leisten. So auch die Steuerung:

„Moderne Datenbustechnik

Einsatz bewährter digitaler Steuerungstechnik aus dem PKW- und LKW-Bereich. Reduzierung des Verkabelungsaufwandes durch die dezentrale Anordnung der standardisierten CAN-Bus-Komponenten, welche bei allen Goldhofer Flugzeugschleppern gleich sind. Das „In-house“ programmierte Goldhofer-Steuerungskonzept bietet ein Höchstmaß an Sicherheit und Servicefreundlichkeit, z.B. können die einzelnen Module einfach über Steckverbindungen ausgetauscht werden, um bei evtl. Störungen lange Stillstandszeiten der Schlepper zu vermeiden.“

»»» http://www.goldhofer.de/

Die Anforderungen bzw. welche Anforderungen stellt ein Flugzeugschlepper an eine Steuerung?

Robust und langzeitstabil sollten die Kernkompetenzen der Steuerung sein. Ebenso die Ansteuerung der Hydraulik (Hydrostat und Lenkung) aber auch die Kommunikation mit dem Dieselmotor über J1939 (CAN). Auch die Möglichkeit zur Erweiterung der Ein- / Ausgänge über Bussystem (CAN) und die Verfügbarkeit mehrerer CAN-Stränge sind zu erfüllende Kriterien. Aber wie setzt man so was um?

Zurück zur Feuerwehr

11. Juni 2010

So werden Flugfeldlöschfahrzeuge gesteuert…

und damit ist die Steuerung der Fahrzeugfunktionen gemeint.

Da ein Flugfeldlöschfahrzeug wie der Panther von Rosenbauer immer funktionieren muss wenn es benötigt wird, ist die hohe Verfügbarkeit des Systems, die wichtigste Anforderung, die eine solche Steuerung erfüllen muss.

Zudem muss eine langfristige Ersatzteilversorgung der Komponenten sichergestellt sein, da diese Fahrzeuge über einen langen Zeitraum eingesetzt werden.

Die schnelle und flexible Anpassung der Software durch Standard- Programmiersprachen ist ebenso ein absolutes Muss, wie, dass die Steuerung über ein CAN- Fahrzeugbussystem verfügt, damit eine Vernetzung verschiedener elektronischer Komponenten (auch unterschiedlicher Hersteller) möglich ist. Insgesamt sind das hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Steuerung wobei das Gerät bestenfalls durch physisch geringe Größe auffallen soll…

»»» http://de.wikipedia.org/wiki/CAN_Bus