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Wenn Geld keine Rolle spielt

15. November 2010

ist Tauchen auch irgendwann langweilig…

„Dann bau ich mir halt ein fliegendes U-Boot.“ Es ist nicht überliefert, aber befindet man sich auf der Web-Site des Virgin-Gründers Sir Richard Branson, kann man sich bildlich vorstellen, wie sich der britische Unternehmer genau eben das gedacht hat, als er die „Necker Nymph“, ein Exemplar der U-Boot Generation „Merlin“ des britischen Ingenieurs Graham Hawkes, bestellte. Mit Spezialisten des Unternehmens Hawkes tüftelte Branson modernste Technologien aus.

… Beschreibungen, die einem Traum anmuten: „Mit einem Tauchflug Unterwasser gelangt die Erforschung der Ozeane in eine neue Dimension. Während man auf der Wasseroberfläche wie ein Flugzeug auf der Startbahn gleitet, betätigt einer der drei Piloten den Joystick, um in die Tiefe abzutauchen und das spannende Abenteuer beginnt.  Entdecken Sie alte Schiffswracks, fliegen Sie Seite an Seite mit Delfinen oder machen Sie Spyhopping mit Walen; es gibt unzählige Optionen.  Mit seiner Manövrierbarkeit kann das U-Boot ruhig über fantastische Riffe gleiten oder sich aufgrund seiner Hydrobatik mit einer 360 Grad Rolle tollkühn in Schräglage bringen. Einzelne „Windschutzscheiben“ beseitigen den Druck der Strömung und ermöglichen eine gemächliche Geschwindigkeit und Reichweiten, die früher ohne eine Kapsel für die Piloten undenkbar waren. Die offenen Cockpits bieten eine nahezu ideale 360 Grad Rundumsicht für Passagiere und schaffen damit ein einzigartiges Erlebnis.“

Laut der Hawkes Ocean Technologies (HOT)-Website ist das technische Wunderding zudem nicht nur für den Menschen sicher, sondern auch für die Umwelt kein Grund zur Panik: „Wichtig ist, dass alle Tauchflugboote die Umwelt praktisch gar nicht belasten. Der positive Auftrieb verhindert, dass das U-Boot auf einem Riff landet und die geringen Licht- und Lärmemissionen stellen sicher, dass die fragilen Ökosysteme im Ozean nicht gestört werden.“

Das ist echt ein Spielzeug, das jede noch so tolle Wasserrutsche oder U-Boot zur „Wenn-halt-nichts-anderes-geht“-Alternative degradiert. Herr Branson weiß was er macht, ob es nun um Weltraumreisen geht oder es auf dem Wasser langweilig wird, es muss keinem Milliardär langweilig sein. Weil die Merlin-Boote dank fehlender Druckkammern extrem leicht ist (gerade mal 400 kg), kann sie bisher nur etwa 44 Meter tief fliegen. Ach und ‚fliegen’, weil die „Necker Nymph“ wie ein Flugzeug Auftrieb unter den knapp 5 Meter langen Flügeln braucht. Den Flieger aus leichter Kohlefaser, das zwei Passagieren und dem Piloten Platz bietet, mieten geht nur im Paket mit einer Woche auf Bransons Luxus-Katemaran „Necker Belle“ für rund 64.000 Euro – die „Necker Nymph“ kostet für eine Woche noch einmal um die 18.000.

Ja, und wem der Ozean nicht weit genug ist, der kann’s ja mal mit dem Weltall versuchen: Auch hier bietet Sir Branson attraktive Möglichkeiten:

»»» http://www.virgingalactic.com/

Weitere Informationen:

»»» http://www.virgin.com/~travel

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